Offener Bücherschrank Solothurn

Schweiz Aktuell vom 7.2.2019 berichtet unter dem Titel „Bücher für alle“ über den offenen Bücherschrank von Solothurn und die neueröffnete Stadtbibliothek Chur:

„Sie werden immer beliebter: offene Bücherschränke. Dort können Lesebegeisterte gelesene Bücher hinbringen und neues Lesefutter holen – gratis. Einer der ersten Schränke entstand vor rund sieben Jahren in Solothurn.“

Veröffentlicht unter Bibliotheken | Verschlagwortet mit , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

ICILS 2018 Deutschland

Computer- und informationsbezogene Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im zweiten internationalen Vergleich und Kompetenzen im Bereich Computational Thinking (via informationskompetenz.de).

Veröffentlicht unter Informationskompetenz | Verschlagwortet mit , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Nanoo.tv an der Alten Kantonsschule Aarau

Interview mit Stephan Haefliger, Mediothekar und zuständig für nanoo.tv im Medienzentrum an der Alten Kantonsschule Aarau (Alte Kanti), bei der auch die Kantonale Schule für Berufsbildung (ksb) angegliedert ist.

Das Gespräch fand am 19.2.2016 statt und wurde inhaltlich von Stephan Haefliger auf den heutigen Stand (5.11.2019) aktualisiert.

Seit 2019 ist nanoo.tv an unseren Schulen an Office365 angebunden. Somit wird man bei erfolgter Anmeldung bei Office365 automatisch auch mit nanoo.tv verbunden. Beim Login gelangt man zuerst in „meine Sendungen“. Hierhin kommen alle Sendungen, die man aus der Rubrik TV-Programme programmiert und vorgemerkt hat. Es können auch bereits ausgestrahlte Sendungen, die von anderen Schulen aufgezeichnet und archiviert wurden, aufgenommen werden.

Nanoo.tv ist so konzipiert, dass Sendungen schulübergreifend gemeinsam genutzt werden können. Wichtig ist deshalb auch, dass Sendungen im öffentlichen Archiv abgelegt werden. Die Rubrik „meine Sendungen“ ist privat. In die Archive einzelner Schulen sieht man nicht hinein, aber sie sind durchsuchbar.

Man hat die Möglichkeit, drei Wochen auf die Programmdaten der Fernsehanstalten zuzugreifen – eine Woche in die Vergangenheit und zwei Wochen in die Zukunft. Das ist schweizweit so geregelt und gesetzlich verankert. Es gibt keine Plattform, die weiter als 7 Tage in die Vergangenheit Sendungen anbieten kann. Das Programm wird mittels Electronic Program Guide (EPG) erfasst und von nanoo.tv so eingespiesen. Sobald eine vorgemerkte Sendung ausgestrahlt ist, ändert sich der Status auf fertig, dann kann man die Sendung bei Bedarf neu schneiden.

Es ist auch möglich, Radiosendungen abzuspeichern. Das EPG für das Radioprogramm ist weniger aussagekräftig als das Fernsehprogramm, es gibt da viele allgemeine Sendegefäss-Bezeichnungen. Seit neuestem können auch Bilder in allen üblichen Formaten (JPEG, PNG etc.) hochgeladen werden.

Ein Download von Sendungen ist technisch möglich, widerspricht aber dem Gedanken einer gemeinsamen Nutzung der Plattform. Es kann auch passendes Unterrichtsmaterial im Word- oder PDF-Format zu den Filmen hochgeladen werden. Dieses ist nur für Schulangehörige auffindbar. Eine Sendung kann in Office365 mittels Einbettungscode eingefügt und von dort abgespielt werden. Es gibt die Möglichkeit, freigeschaltete Links zu erzeugen, die Schüler müssen sich dann nicht einloggen, um die Sendung abzurufen. Die Dauer der Gültigkeit solcher Links kann selber bestimmt werden. Es gibt auch die Option, eine Sendung bspw. von Youtube, einer Mediathek-Seite oder einem externen Datenspeicher zu importieren.

Nanoo.tv hat die Zweikanalfunktion inzwischen eingerichtet, sodass fremdsprachige Filme im Original mit Untertiteln abgespielt werden können. Auch können mittlerweile alle DVDs (auch mit Kopierschutz) mit allen darauf enthaltenen Audio- und Untertitelungsspuren hochgeladen werden; die Nutzung dieser Filme beschränkt sich jedoch auf die Schule, die im Besitz der DVDs sind und die Filme hochgeladen haben. Das Urheberrecht ist mit Suissimage abgegolten.

Auf nanoo.tv sind ca. 180`000 Sendungen zu finden, darunter gibt es aber viele Dubletten. Für den Dokumentarfilm „More than honey“ gibt es beispielsweise ca. 25 Versionen, in leicht unterschiedlich geschnittenen Versionen abgespeichert. Bei den Beiträgen, die in unserem Archiv sind, werden bestimmte Standards eingehalten, beispielsweise, dass keine Werbung drin ist. Für die Qualität der Metadaten haben wir eigene Standards definiert. Für die Bedürfnisse des Unterrichts kann die Sendung in die gewünschte Länge gebracht werden.

Ich als Administrator bin für die Verwaltung der Archive und auch für den Support zuständig, sowie für Schulungen. Grundsätzlich wird nicht eine bestimmte Struktur vorgegeben, jede Schule kann sie sich selbst bauen. Es gibt aber eine Top-Liste, die anzeigt, was im Moment am gefragtesten ist.

Die Suche auf nanoo.tv ist sehr rudimentär gehalten, es gibt beispielsweise keine brauchbare Facettierung wie bei Bibliothekskatalogen. Deshalb verzeichnen wir seit einiger Zeit die Sendungen aus unserem nanoo.tv-Hauptarchiv zusätzlich auch in unserem Bibliothekskatalog.

Grundsätzlich funktioniert nanoo.tv einwandfrei. Es gibt die Möglichkeit, einen eigenen Server auf das Schulgelände zu stellen, der ein besseres Abrufen der Sendungen ermöglicht. Bei gleichzeitigem Abrufen von Sendungen sind Probleme möglich, dem wirkt die Alte Kantonsschule entgegen mit einer Private Cloud, das ist ein eigener Server auf dem Schulgelände mit allen Daten drauf. Über Nacht findet jeweils ein Abgleich statt zwischen Private Cloud und Public Cloud (ausserhalb des Schulintranets). Wir haben die Zusicherung, dass wir ein Jahr nach Vertragsbeendigung die Files haben dürfen.

Insgesamt machen 146 Schulen bei nanoo.tv mit, darunter 44 Gymnasien und 47 Berufsschulen (Stand: 5.11.2019). Bei den Hochschulen sind v.a. Fachhochschulen dabei. Die Zusammenarbeit mit nanoo.tv bzw. der Firma Werft 22, ist hervorragend. Der Support ist via Supportformular oder Telefon sehr einfach erreichbar und löst die Probleme zufriedenstellend. Sie sind auch für konstruktive Verbesserungsvorschläge offen.

Veröffentlicht unter Filmmaterial | Verschlagwortet mit , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Diccionario del Español Medieval electrónico

Der Diccionario del Español Medieval electrónico (DEMel) ist ein Projekt zur Erfassung des Wortschatzes des Altspanischen. Das Youtube-Video 100 Sekunden Wissenschaft „DEMel“ gibt Einblick in die Arbeit (via Fachinformationsdienst Romanistik auf Twitter):

„Ziel des DFG-Forschungsprojekts Diccionario del Español Medieval electrónico (DEMel), das im November 2016 seine Arbeit aufgenommen hat, ist die Digitalisierung des umfangreichen lexikographischen Datenarchivs des Diccionario del español medieval (DEM). Auf diese Weise soll das wertvolle Datenmaterial zum mittelalterlichen Spanisch, das ca. 33.000 Lemmata mit mehr als 1 Million Wortbelegen umfasst, einfach und schnell im Internet frei zugänglich gemacht werden.“

Veröffentlicht unter Lexika, Wörterbücher | Verschlagwortet mit , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

90. Geburtstag von Hans Magnus Enzensberger

Die F.A.Z. würdigt unter dem Titel „Der andere Bibliothekar“ Hans Magnus Enzensberger als Herausgeber der „Anderen Bibliothek“:

„„Die Moral dieser Geschichte ist einfach: Gemessen am Universum sind wir alle blind, und obwohl wir uns bemühen, die Welt zu erkennen, bleibt unser Wissen Stückwerk.“ Die Andere Bibliothek ist seine Bemühung gewesen, wenigstens dieses Stückwerk zu ermöglichen, indem er Bücher für die Reihe auswählte, die meist nicht nur selbst zu Unrecht vergessen waren, sondern vor allem zu Unrecht Vergessenes behandelten. Und ein Phänomen, das Enzensberger besonders wiederbelebungswürdig schien, war der Vormärz, also die intellektuelle Vorgeschichte der revolutionären Ereignisse des Jahres 1848 in Europa.“

Veröffentlicht unter Bücher | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Amerikanisches Framework zu Informationskompetenz

Thomas Hapke fragt „Wozu ist eigentlich das amerikanische Framework zu Informationskompetenz gut?“ und kommt zum Schluss:

„Das Framework ersetzt für mich die klassischen Standards zur Informationskompetenz. Es besteht aus 6 abstrakten Konzepten (Frames = Rahmen), die zur Beschreibung dessen dienen, was Studierenden als Wichtigstes vermittelt werden sollte. (…)

In dem Text von Tessa Sauerwein wird erwähnt, dass das Framework „hard to teach“ ist, aber vielleicht bedeutet Lehre hier auch, zu lernen, die Frames für Diskussionen als Anregungen zu nehmen bzw. in Lern- oder Auskunftssituationen auf bestimmte dieser Frames implizit hinzuweisen.“

Veröffentlicht unter Informationskompetenz | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Was macht eigentlich eine Bibliothekarin?

Auf Xing Schweiz gibt es einen Beitrag zum Thema „Was macht eigentlich eine Bibliothekarin?„.

Veröffentlicht unter Bibliotheken | Verschlagwortet mit | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Empfehlungen Digitale Archivierung von Film und Video

Memoriav hat die Version 1.2 seiner Empfehlungen «Digitale Archivierung von Film und Video: Grundlagen und Orientierung» in Deutsch und Englisch veröffentlicht (via swiss-lib):

„Die Empfehlungen Digitale Archivierung von Film und Video: Grundlagen und Orientierung sollen Sammlungs- und Archivverantwortlichen aber auch Dienst- leistenden der Medienproduktion eine Orientierungshilfe und Hinweise für Digitalisierung und digitale Archivierung audiovisueller Unterlagen bieten. Sie klären relevante Begriffe, bieten einen Überblick über die Problematik und nehmen eine allgemeine Einschätzung der Qualität und Archivtauglichkeit verschiedener Videoformate vor. Sie enthalten keine Patentlösungen, sondern dienen als kritische Einführung, anhand derer spezifische Lösungen entwickelt und entsprechend dem jeweiligen Kontext umgesetzt werden können.“

Veröffentlicht unter Archiv, Filmmaterial | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Was Karl Marx mit Netflix zu tun hat

Wolfgang M. Schmitt jun. analysiert im Filmanalyse-Spezial „Netflix: Filme in 1,5-facher Geschwindigkeit?“ eine neue Netflix-Funktion:

„Noch ist es nur eine Testversion für Android-Nutzer, dennoch ist es alarmierend: Netflix testet, ob eine Funktion auf der Streamingplattform sinnvoll wäre, mit der man sich Filme und Serien in 1,5-facher Geschwindigkeit ansehen kann. Offenbar gibt es dafür eine Nachfrage, wenngleich viele Filmemacher gegen diese Idee protestieren. Doch was sagt dieses funktionale Detail über unser Verhältnis zur Kunst aus? Welche Ideologien spiegeln sich in der omnipräsenten Sehnsucht nach fortwährender Beschleunigung wider? Was, wenn dies erst der Anfang ist? Der Zuschauer jedenfalls wird aktiviert, doch nicht unbedingt zu seinem Vorteil – vielmehr wird der Zuschauer zum Arbeiter im Dienste der Streamingplattformen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!

Literatur:
Karl Marx: Das Kapital I, in: MEW, Bd. 23.
Shoshana Zuboff: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus. Campus.“

Veröffentlicht unter Filmmaterial | Verschlagwortet mit , | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Sibylle Berg gewinnt Schweizer Buchpreis

Sibylle Berg hat mit «GRM. Brainfuck» den Schweizer Buchpreis gewonnen (via srf.ch/kultur).

Veröffentlicht unter Bücher, Lesen | Verschlagwortet mit | Hinterlassen Sie einen Kommentar